Es scheint nur noch vier Menschen auf der Welt zu geben: den blinden und gelähmten Hamm, seinen Diener Clov,
der nicht mehr sitzen kann, sowie Hamms Eltern Nagg und Nell, die ihre Beine verloren haben. Die letzten
Überlebenden können sich jedoch nicht ausstehen. Und dennoch hat sie das Schicksal untrennbar miteinander
verbunden, da der eine ohne den anderen nicht existieren kann. Vier Menschen in einer Grenzsituation zwischen
Leben und Tod.
Doch nichts ist komischer als das Unglück, wie Nell bemerkt. Und so spielen sie weiter: Geistreich, pointiert und
schlagfertig nehmen die Figuren sich gegenseitig aufs Korn, treiben sich zur Weißglut und träumen sich gemeinsam
in eine andere Zeit. Unverwüstlich folgen sie Ritualen und Routinen voll alltäglicher Belanglosigkeiten, wieder und
wieder, trotz oder gerade wegen aller Aussichtslosigkeit: Sie spielen um ihr Leben.
Samuel Becketts „Endspiel“ gilt als absurdes Theater, dessen zentrales Thema Einsamkeit, Depression und eine
dadurch bedingte Handlungsunfähigkeit mit schwarzem englischem Humor verhandelt
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